Wie spielt man Roulette?

Wer zum ersten Mal an einem Roulette-Tisch steht, kommt vielleicht ein bisschen ins Grübeln, was die Regeln angeht. Im Grunde genommen ist das Prinzip klar: Eine Kugel wird in einen Kessel geworfen und kommt schließlich auf einer bestimmten Zahl zum Stehen. Wer auf die Zahl gesetzt hat, kassiert ordentlich ab – doch das ist noch lange die einzige Möglichkeit.

Im Folgenden erfahren Sie, wie Roulette genau funktioniert, welche Strategien es gibt und wie Sie Anfängerfehler vermeiden. Das wird Ihnen dabei helfen, wenn Sie Roulette online spielen oder ein Casino besuchen möchten.

Roulette ist ein (fast) faires Spiel

Bei jedem Spiel im Casino gibt es den sogenannten Hausvorteil. Diese Zahl gibt an, wie viel Prozent der Einsätze im Schnitt den Gewinn der Bank ausmachen. Oder anders ausgedrückt: Wer immer wieder Roulette spielt, wird – rein statistisch betrachtet – genau diesen Prozentsatz seines Einsatzes verlieren.

Beim Roulette gibt es grundsätzlich zwei Varianten:

  • europäisches Roulette (37 Zahlen: 0 bis 36)
  • amerikanisches Roulette (38 Zahlen: 00 & 0 bis 36)

Der Hausvorteil liegt beim europäischen Roulette bei 2,7% und beim amerikanischen Roulette bei 5,6%. Gäbe es die 0 (bzw. im amerikanischen Roulette auch die Doppel-Null) nicht, wäre Roulette ein faires Spiel ohne Hausvorteil.

Gewinnquoten im Roulette

Beim Roulette haben Sie verschiedene Möglichkeiten, um Ihre Einsätze zu platzieren:

  • einzelne Zahl (Quote 35:1)
  • 2er Kombination (Quote 17:1)
  • 3er Kombination (Quote 11:1)
  • 4er Kombination (Quote 8:1)
  • 6er Kombination (Quote 5:1)
  • alle Zahlen von 1-12 (Quote 2:1)
  • alle Zahlen von 13-24 (Quote 2:1)
  • alle Zahlen von 25-36 (Quote 2:1)
  • alle Zahlen von 1-18 (Quote 1:1)
  • alle Zahlen von 19-36 (Quote 1:1)
  • alle geraden Zahlen (Quote 1:1)
  • alle ungeraden Zahlen (Quote 1:1)
  • alle roten Zahlen (Quote 1:1)
  • alle schwarzen Zahlen (Quote 1:1)

Hinweis: Natürlich können Sie auch auf 5 verschiedene Zahlen setzen, indem Sie sich einfach 5 einzelne Zahlen auf dem Spielfeld suchen. Für die genannten Kombinationen gibt es aber ganz konkrete Positionen auf dem Spielfeld, wo der Einsatz platziert werden kann.

Anfängerfehler & Strategien beim Roulette

Es gibt leider keine Strategie, die zum sicheren Gewinn beim Roulette führt. Allerdings gibt es mit der sogenannten “Verdopplungs-Strategie” zumindest einen Ansatz, der in der Theorie sehr erfolgversprechend erscheint.

Dazu sucht man sich eine Wettoption mit der Quote 1:1 (z.B. Rot oder Schwarz) und platziert seinen Einsatz auf einem möglichen Ausgang. Die Wahrscheinlichkeit, dass das gewählte Ereignis zutrifft, liegt bei 48,6% (europäisches Roulette). Für den anderen Ausgang liegt die Wahrscheinlichkeit (wegen der 0) bei 51,4%.

Sollte man die richtige Farbe vorausgesagt haben, setzt man bei der nächsten Runde wieder den gleichen Einsatz. Im Falle einer verlorenen Wette verdoppelt man seinen Einsatz jedes Mal von Spin zu Spin. Die Problematik dabei liegt in den immer schneller steigenden Einsätzen, die man tätigen muss, wenn man eine Pechsträhne hat.

Angenommen man beginnt mit einem Einsatz von 1€. Dann muss man bei einem Misserfolg schon 2€ setzen. Dann 4€, 8€, 16€, 32€, 64€, 128€ und so weiter. Geht das 10 Runden lang so, hat man bereits schon 1023€ gesetzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt, liegt bei weit unter einem Prozent. Man kann es aber auch so formulieren: Im Schnitt tritt dieser Fall alle 777 Runden auf.

Wenn man nun in jeder Runde einen Euro Gewinn erzielt (der Gewinn pro Runde ist bei dieser Strategie immer so hoch wie der Basis-Einsatz), hat man – bis es zu dem Fiasko kommt – 777€ Gewinn erzielt. Dann sind aber auch 1023€ futsch, sodass man deutlich ins Minus rutscht. Zudem gibt es an vielen Tischen recht niedrige Limits, was die Einsätze angeht, um diese Strategie zu unterbinden bzw. noch unattraktiver zu machen.

Darüber hinaus gibt es einige Anfängerfehler, die Ihnen beim Roulette nicht unterlaufen sollten:

  • Setzen Sie niemals auf Ereignisse, die sich gegenseitig aufheben (z.B. 1€ auf Rot und 1€ auf Schwarz). Damit können Sie keine Gewinne erzielen. Sie sollten idealerweise immer auf Kombinationen setzen, die allesamt zutreffen können. Dann können Sie im Idealfall richtig abräumen.
  • Versuchen Sie nicht, verlorene Einsätze mit höheren Einsätzen zurückzuholen. Wie bereits gesehen, kann das schnell zum Totalverlust führen.
  • Vergessen Sie nicht, Ihre Gewinne nach der Runde vom Tisch zu nehmen. Sonst gelten diese erneut als gesetzt. Im schlimmsten Fall verlieren Sie Ihren gesamten Gewinn.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Roulette-Spiel ein schöner Zeitvertreib ist, den Sie aber nicht mit Gewinnabsichten ausüben sollten. Roulette macht Spaß – egal, ob im Internet oder im echten Casino. Aber es ist und bleibt ein Glücksspiel, das statistisch gesehen immer mit der Bank als Sieger endet.

Wichtig ist, dass man lernt, „Nein“ zu sagen und sich nicht zum Kopf und Kragen spielt. Am besten setzen Sie sich vorher ein Limit, das Sie maximal verspielen möchten. So gehen Sie kein unnötiges Risiko ein.

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