Warum wir unsere Komfortzone immer wieder verlassen sollten

Wir alle haben ein Bereich, in dem wir uns sicher fühlen und den wir ungerne verlassen: die Komfortzone. Doch die eigenen Grenzen zu überwinden, kann sehr bereichernd sein. Über den Tellerrand zu schauen bedeutet, das eigene Umfeld zu verlassen. Dies kostet zwar Überwindung, wirkt aber inspirierend und setzt ganz neue Kräfte frei. Dieses Phänomen kann man meist im Urlaub feststellen. In der fremden Umgebung spüren wir deutlich, was in uns steckt, trauen uns etwas zu und tun Dinge, die wir zuhause so nicht machen würden.

Wieder zuhause angekommen, verfallen die meisten von uns in den bekannten Trott. Auch hier lohnt es sich, neue Herausforderungen zu meistern. Große Ziele müssen es gar nicht sein, denn die sind meist so unrealistisch hoch, dass wir sie gar nicht angehen. „Mutig voran in kleinen Schritten“ ist eine wirksame Devise, die das Leben lebenswerter machen kann. Haben wir diese Herausforderung erst einmal gemeistert, erzeugt dies ein wunderbares Gefühl von Zufriedenheit und Glück. Wer täglich einen kleinen Schritt aus seiner sicheren Zone herausgeht, dem wird es mit der Zeit immer leichter fallen, neue Dinge auszuprobieren.

Warum verlassen wir die Wohlfühlzone so ungern?

Das Vertraute zu verlassen, macht jedem Angst. Wir müssen dafür Entbehrungen und die eine oder andere Schwierigkeit in Kauf nehmen. Es kostet immer Überwindung, die Wohlfühlzone zu verlassen. Denn das „Standardprogramm“ innerhalb dieser Zone läuft fast wie ein Automatismus ab. Der Mensch ist von Natur aus bequem. Doch wer sich einmal einer Herausforderung gestellt hat, kann nach gewisser Zeit immer berichten, dass sie ihn in vielerlei Hinsicht weitergebracht hat. Persönliches Wachstum beginnt immer außerhalb der Wohlfühlzone. Diese verlassen, kann bedeuten, ein fremdes Gericht auszuprobieren. Auch eine neue, schwierige Aufgabe im Betrieb zu meistern, ist ein Ereignis außerhalb der Komfortzone. Nach Jahren endlich wieder mit Sport zu beginnen, ist ein weiteres Beispiel. Frieden zu schließen mit zerstrittenen Familienmitgliedern oder Nachbarn kostet ebenfalls sehr viel Überwindung und verlangt ein Umdenken jenseits der Komfortzone.

Warum gibt es die Komfortzone?

Sie ist eine Einrichtung der Natur und durch die Evolution begründet. In der komfortablen Zone ist das Leben sicherer. In früheren Jahrtausenden war er lebensbedrohlich, den geschützten Bereich zu verlassen. Auf der Suche nach Nahrung lauerten überall Feinde, die das eigene Leben bedrohten. Heute müssen wir zwar nicht mehr um Leib und Leben fürchten, wenn wir eine fremde Stadt besichtigen, doch einen Tagesausflug zum Vergnügen zu organisieren, kostet viele Menschen bereits Überwindung. Wer häufiger die Wohlfühlzone verlässt, trainiert die Fähigkeit, sich auf unerwartete Situationen einzustellen. In Stresssituationen profitiert er von dieser Erfahrung.

Etwas Neues kennenzulernen, bedeutet inneres Wachstum. Dadurch können wir unsere eigenen Fähigkeiten besser einschätzen. Denn die Menschen, die schon viele Erfahrungen gesammelt haben, wissen wir als Ratgeber zu schätzen. Alle unsere Träume liegen außerhalb der Wohlfühlzone. Es ist also naheliegend, diese zu verlassen, um sie auch zu verwirklichen. Seinen eigenen Träumen näherzukommen, befreit, macht glücklicher und ist wesentlicher Bestandteil des persönlichen Wachstums. Zum Erreichen der Ziele sind kleine Schritte richtig. Zu hochgesteckte Ziele überfordern uns. Mit jedem neu gelernten Schritt können wir den Radius erweitern. Es ist sinnvoll, sich Unterstützer an die Seite zu holen, die bei einem Motivationstiefs zur Stelle sind. Dann kann das Verlassen der Wohlfühlzone richtig Spaß machen.

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