Wie man eine Pferdewiese in Schuss hält

ratgeber-anleitung-PferdewiesePferdewiesen sind die Grundbasis in der Pferdehaltung und Ernährung, denn in den Sommermonaten dient das Gras als Hauptfutter für die Pferde.

Auch Rauhfutter wie Heu und Silage werden von den Pferdewiesen gewonnen. In Zeiten zunehmender Bebauung rund um die Höfe und die steigende Zahl der Stallungen und Pensionsbetriebe in den Ballungszentren, bedeutet auch die entsprechenden Verkleinerung der Wiesen und entsprechend müssen die Weiden besonders gepflegt werden.

Diese Maßnahmen sind nicht nur für die Wiesen relevant, sondern auch für die Gesundheit der Pferde, die darauf grasen.

Die Weidezeit dauert in der Regel von April bis Oktober, natürlich jeweils abhängig von den jeweiligen Witterungsverhältnissen. Der Artikel auf oekologisch leben beaschreibt auf der zugehörigen Internetseite eine kurze Anleitung zum düngen.

So sollten vor Beginn der Weidesaison, etwa in dem Zeitraum März bis April die Pferdewiesen sorgfältig inspiziert und gedüngt werden. Dünger für Pferdewiesen sollte auf die speziellen Bedürfnisse des Bodens abgestimmt werden. Laut Ratgeber kann die genaue Zusammensetzung des Düngers bestimmt werden durch Bodenproben. Auch wenn es am einfachsten wäre den Pferdemist aus den Ställen direkt auf die Wiesen auszubringen, enthalten die Pferdeäpfel jedoch sehr viel Stickstoff.

Dadurch wachsen verschiedene Gräser, die schnell wuchern und zuviel Eiweiß enthalten. Durch den hohen Eiweißgehalt können bei den Pferden Reheschübe und Verdauungsprobleme auftreten, die in tödlichen Koliken enden können. Unerwünschte Kräuter wie Disteln und Brennessel gedeihen prächtig unter hohem Stickstoffgehalt, während für die Pferde nützliche Kräuter darunter verkümmern.

Daher sollte der Dünger für Pferdewiesen einen reduzierten Anteil an Stickstoff besitzen und einen abgestimmten Mineralstoffanteil an Kalium und Phosphor. Der Artikel auf oekologisch leben beaschreibt ebenfalls in seinem Ratgeber die Zugabe von Nährstoffen wie Kupfer und Zink.

Nach der Düngung sollte etwa zwei bis drei Wochen mit der Anweidung gewartet werden. Idealerweise sollte die Düngung laut Anleitung zum düngen vor einem Regenintervall erfolgen, so dass eine Einsickerung der Nährstoffe durch das Regenwasser gewährleistet ist.

Auch während der Weidesaison sollten die Wiesen regelmäßig abgeäppelt werden, bei trockenem Wetter einmal die Woche und bei nassem Wetter sogar mindestens zwei bis dreimal wöchentlich. Dadurch werden sogenannte Geilstellen vermieden, die durch den hohen Anteil von Stickstoff entsteht. Dies ist in der heutigen Pferdehaltung vielen Stallbesitzern zu aufwendig und so wird häufig das Abschleppen des Pferdemistes praktiziert.

Hierdurch ergibt sich die Gefahr, dass Parasiten und Würmer aus den Pferdeäpfeln großflächig auf den Wiesen verteilt wird. Durch die sorgfältige Absammelung der Pferdeäpfel können auch gesundheitsschädigende Pflanzen wie das gefährliche Jakobskreuzkraut entfernt werden.

Bild von Axel Schwenke via flickr.com