Motorrad kaufen – Worauf sollte man achten?

Vor dem Kauf eines Motorrads sind viele grundlegende Fragen zu klären. Soll es ein Roller, ein Sportmotorrad oder ein Cruiser sein. Welche Marke wird bevorzugt und wie viel Kapital steht eigentlich für den Kauf eines Zweirades zur Verfügung. Wer Freude am neuen Motorrad haben möchte, sollte unbedingt viele Angebote miteinander vergleichen.

Der Kauf beim Händler beschert dem Käufer viele Vorteile

Wer sein Motorrad beim Händler kauft, zahlt auch für ein gebrauchtes Motorrad meist mehr als bei einem Privatmann. Allerdings kann man als Käufer davon ausgehen, dass das Motorrad des Händlers technisch einwandfrei ist und vor dem Verkauf gewartet wurde. Besser noch kann der Kauf eines Motorrads bei einem Fachhändler sein. Wer seine Moto Guzzi beim Vertragshändler des italienischen Motorradherstellers kauft kann sicher sein, dass Spezialisten das Motorrad begutachtet haben. Gleiches gilt für den Kauf einer Vespa im Roller-Fachhandel oder beim Kauf einer teuren Harley. Da gewerbliche Händler auch bis zu 6 Monate nach dem Verkauf eines Motorrades noch für Sachmängel haftbar gemacht werden können, ist man als privater Käufer besser abgesichert. Klauseln wie beispielsweise „gekauft wie gesehen“ oder „Bastlerfahrzeug“ darf ein Händler nicht verwenden. Wer trotzdem solche oder ähnliche Klauseln in einem Vertrag findet, sollte sich nach einem seriösen Händler umsehen.

Ein fachkundiger Berater kann beim Motorradkauf sehr hilfreich sein

Motorräder, die von privaten Verkäufern angeboten werden, können unter Umständen ein richtiges Schnäppchen sein. Besonders in den Wintermonaten versuchen viele Verkäufer, ihre Zweiräder abzustoßen. Kommt noch der Umstand hinzu, dass das Motorrad wegen eines Arbeitsplatzwechsels, einer bevorstehenden Hochzeit oder einer anderweitigen Investition verkauft werden muss, können Käufer viel Geld sparen. Allerdings müssen die Motorräder von privaten Käufern genau begutachtet werden. Da vier Augen mehr sehen als zwei ist es ratsam, einen fachkundigen Berater aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis dabei zu haben. Reparaturen und Wartungen sind bestenfalls schriftlich belegt. Besonders bei Motorrädern wie einer Harley oder bei italienischen Motorrädern wie Moto Guzzi ist es von Vorteil, wenn die Wartungsintervalle von einer Vertragswerkstatt ausgeführt wurden. Mögliche Vorbesitzer sind im Brief des Fahrzeugs festzustellen. Ob ein Motorrad umgefallen ist oder einen Unfall hatte, lässt sich am Verlauf der vorhandenen Kratzer erkennen. Verlaufen diese in Fahrtrichtung, kann von einem Unfall ausgegangen werden.

Eine Probefahrt sollte in jedem Fall vorgenommen werden

Wie sich das Motorrad während des Betriebs verhält und wie die Motorgeräusche klingen, lässt sich bei einer Besichtigung nur durch eine Probefahrt feststellen. Eine Probefahrt sollte mindestens 20 bis 30 Minuten dauern und nach Möglichkeit nicht nur bei geringer Geschwindigkeit ausgeführt werden. Dabei sind die Bremsen und auch die Beleuchtung zu testen. Auch wer eine Vespa kauft, sollte diese ruhig Probe fahren. Selbst bei Rollern können Fehler nur während der Fahrt festgestellt werden. Der Motorblock sollte vor der Probefahrt von Hand auf seine Temperatur geprüft werden. Wer als Verkäufer etwas zu vertuschen hat, lässt den Motor meist schon vor der Besichtigung warmlaufen.

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