Mit diesen Tipps werden Sie zum Profi im beliebtesten Pokerspiel – Texas Hold’em

Texas Hold’em ist die bekannteste und meist auch lukrativste Variante von Poker. Ob auf einer der zahlreichen Online-Pokerplattformen oder live im Casino – mit dem Kartenspiel lässt sich Geld verdienen! Vorausgesetzt, Sie haben das nötige Know-how. Wie Sie Ihr Pokerspiel verbessern und welche Strategien Sie dafür benötigen, erfahren Sie in diesem Ratgeber!

Disziplin – das Um und auf im Poker

Eine der wesentlichsten Eigenschaften eines jeden Profi-Pokerspielers ist seine Disziplin. Deswegen ist es empfehlenswert, dass Sie in erster Linie darauf achten, Ihre Selbstbeherrschung zu verbessern. Welche Punkte Sie unbedingt befolgen sollten, erfahren Sie hier:

sorgfältige Auswahl der Starthände
Oftmals geraten Sie in die Lage, dass Ihnen über einen längeren Zeitraum keine optimalen Hände ausgeteilt werden. Lassen Sie sich nicht aus Langeweile dazu ermutigen, schlechtere Karten zu spielen. Langfristig gesehen erleiden Sie dadurch mehr Verluste, als Gewinne.

folden lernen – Verluste vermeiden
Eines der größten Defizite von schlechten Spielern ist, dass sie nicht folden können. Eine Hand aufzugeben und einen Pot deswegen zu verlieren, ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Wenn Sie in ungünstigen Situationen aussteigen, ersparen Sie sich meist den (unnötigen) Verlust von noch mehr Chips.

Fehler sind Lektionen
Jeder Pokerspieler macht Fehler, selbst die Profis. Der Unterschied zu den schlechten Spielern ist, dass diese aus ihren Fehlentscheidungen lernen. Sie sollten sich deshalb immer fragen, ob Sie bestmöglich gespielt haben. Das Analysieren Ihrer Hände hilft Ihnen ungemein, Ihre Schwächen ausfindig zu machen und Ihr Spiel zu verbessern.

bei Tilt pausieren
Es lässt sich kaum vermeiden, dass Sie Bad Beats erleiden und ein schlechter Spieler Ihnen den Pot wegschnappt. Sie sollten sich keinesfalls am Tisch darüber ärgern oder gar den Mitspieler beleidigen. Dadurch zeigen Sie nicht nur Schwäche, sondern verlieren zugleich den Fokus auf das Spiel. Wenn Sie merken, dass Ihre Gefühle Sie beeinträchtigen, legen Sie eine Pause ein.

nicht mit „scared money“ spielen
Jene, die sich mit „scared money“ an die Tische setzen, haben große Angst, ihr Geld zu verlieren. Das führt oft zu einer ängstlichen und vorsichtigen Spielweise, denn sie folden zu oft. Begabte Spieler erkennen dies und nutzen das zu Ihrem Vorteil aus, indem Sie vermehrt Druck auf sie ausüben. Um das zu vermeiden, verwenden Sie nur den Betrag, dessen Verlust Sie verkraften können.

Bankrollmanagement

Mithilfe des Bankroll-Managements vermeiden Sie, bei einer Pechsträhne alles zu verlieren. Es gibt an, wie viele Buy-Ins Sie parat haben sollten, um bedenkenlos pokern zu können. Zusätzlich erkennen Sie dadurch, wann der Zeitpunkt gekommen ist, um ein Limit auf- oder abzusteigen. Je nachdem welches Format Sie spielen, gelten andere Richtwerte. Zudem haben Ihre winrate als auch Ihr Spielstil Einfluss auf das Bankroll-Management. Für Cash-Games empfiehlt es sich, zwischen 40 und 100 Buy-Ins und als Turnierspieler rund 400 Buy-Ins zu haben.

Poker Outs und Wahrscheinlichkeiten

Um langfristig korrekte Entscheidungen zu treffen und Ihre Gewinne folglich zu erhöhen, sollten Sie sich den Wahrscheinlichkeiten zuwenden. Dadurch können Sie Ihr Blatt, als auch das Ihrer Gegner besser einschätzen. Poker wird mit einem Kartendeck gespielt, das aus 52 Karten besteht. Es gibt somit 1326 verschiedene Kombinationen an Starthänden, welche sich durch die Gemeinschaftskarten verbessern oder verschlechtern. Darauf zu hoffen, dass sich ihre Hand zur stärksten entwickelt, kostet Sie nur unnötig Geld.

Anleitung: Berechnung der Outs

Zu den Outs zählen alle Karten im Deck, die Ihre Hand verbessern oder gar zur Gewinnerhand formen. Nehmen Sie an, Sie erhalten eine gleichfarbige Starthand und der Flop beinhaltet zwei Karten derselben Farbe. Nun haben Sie einen Flush-Draw. Im Deck gib es pro Farbe 13 Karten. Sie haben somit 9 Outs. Grundsätzlich gilt, je mehr Outs Sie haben, umso leichter kann sich Ihre Hand entwickeln und desto aggressiver können Sie spielen. Haben Sie im Gegenzug wenige Outs, lohnt es sich meist nicht, weiter Geld in den Pot zu investieren.

Anleitung: Berechnung der Odds

Mithilfe der Odds wissen Sie, wie hoch die Chance ist, Ihre Hand zu verbessern. Die Odds lassen sich mit einer einfachen Formel (grob) ermitteln:
Am Flop: Outs x 4 = Odds in %
Am Turn: Outs x 2 = Odds in %
Dadurch erhalten Sie die Wahrscheinlichkeit, mit der Sie Ihr Ihren Outs treffen. Nehmen Sie nochmals den Flush-Draw als Beispiel: Sie haben 9 Outs, dadurch ergeben sich am Flop Odds von 36 % bzw. von 4:1.

Anleitung: Berechnung der Pot Odds

Die Pot Odds geben an, wie viel Sie im Verhältnis zum Pot zahlen müssen. Diese werden unter Berücksichtigung der Outs und dem zu bringenden Einsatz berechnet. Die Formel lautet:
möglicher Gewinn: zu zahlender Einsatz = Pot Odds
Um Ihre Hand profitabel weiterzuspielen, sollten Ihre Pot Odds größer bzw. gleich den Odds sein. Wenn Sie einen Flush-Draw halten, benötigen Sie somit mindestens Pot-Odds von 4:1 um rentabel weiterzuspielen.

„Das Spiel heißt No-limit Texas Hold’em. Es dauert nur eine Minute, um es zu lernen, aber ein Leben lang, um es zu meistern.“ – Zitat des amerikanischen Poker-Profispielers Mike Sexton. Nehmen Sie sich diese Worte zu Herzen und bauen Sie Ihre Fähigkeiten stets weiter aus!