Badmintonbälle: Plastik oder Feder? Und ein paar kleine Tipps!

Badmintonbälle gibt es in verschiedenen Klassen und Materialien. Neben dem Badmintonschläger, hat der Badmintonball dabei den größten Einfluss auf das Spiel. Plastikball oder echte Gänsefedern und Kork? Was macht Sinn und wie wirkt es sich auf das Spiel aus? Genau das und einiges mehr erfährst du hier in diesem Artikel.

Badmintonbälle: Nylon oder Natur?

Das ist die wohl größte Frage, die man sich beim Kauf von Badmintonbällen zuerst stellen muss. Sehen wir uns zuerst die synthetischen Bälle an. Hierbei dreht es sich um Nachfertigungen aus Kunststoff. Der Kopf des Balles besteht bei vielen Fabrikaten aus Kork oder künstlichem Kork. Manche Modelle haben sogar einen Kopf rein aus Kunststoff.

Die Federn hingegen, sind immer aus Plastik, was den Spielball sehr robust macht. Badmintonbälle aus Kunststoff überstehen deshalb viele hart umkämpfte Ballwechsel. Sie eignen sich daher besonders für Anfänger und Freizeitsportler, die Badminton nur gelegentlich spielen um körperlich fit zu bleiben.

Bei Naturbadmintonbälle hingegen besteht der Kopf stets aus Kork. Daran werden echte Naturfedern von Gänsen oder Enten angeklebt und mit einer Schnur verbunden für mehr Stabilität. Die Federn sind jedoch viel anfälliger. Nur ein unsauberer Schlag kann genügen um eine der Federn zu beschädigen, wodurch der ganze Ball unbrauchbar wird und ausgetauscht werden muss. Naturbadmintonbälle werden deshalb vor allem von Leistungssportlern genutzt und Freizeitsportlern, die auch bei Turnieren und in Liegen aktiv sind.

Die Flugeigenschaften

Neben den Materialien unterscheiden sich Naturbadmintonbälle und Kunststoffbälle vor allem in ihren Flugeigenschaften. Naturbälle kommen nach dem Schlag viel schneller in Rotation und liegen somit stabiler in der Luft. Dadurch lässt sich präziser spielen.

Auch die Flugbahnen unterscheiden sich. Bei einem Clear (ein weiter hoher Schlag von der eigenen an die gegnerische Grundlinie) fliegen Badmintonbälle aus Naturprodukten höher und fallen dann nahezu senkrecht runter. Kunststoffbälle haben eine flachere Flugbahn und somit leichter zu erreichen. Auch sind Kunststoffbälle langsamer, sodass sie gerade bei Freizeitsportlern für lange Ballwechsel gut geeignet sind.

Im Leistungssport und im Freizeitsport in höheren Klassen kommen ausschließlich Naturfederbälle zum Einsatz.

Die Flugeigenschaften testen

Die Flugeigenschaften von Kunststoffbällen lassen sich nicht weiter beeinflussen. Hier kann man nur Badmintonbälle in verschiedenen Gewichtsklassen kaufen.

Naturfederbälle hingegen unterscheiden sich in den Flugeigenschaften manchmal von Ball zu Ball. Deshalb werden bei Spielen mit Naturfederbällen die Bälle vor jedem Satz durchgeschlagen. Durchschlagen, das heißt der Ball wird mit einem Unterhandschlag von der eigenen Grundlinie gespielt. Dieser Schlag wird immer mit ungefähr der gleichen Kraft ausgeführt. Der Abstand von dem Punkt an dem der Ball landet zur gegnerischen Grundlinie erkennt dann der Spieler ob der Ball normale Flugeigenschaften hat oder eventuell zu schnell oder zu langsam ist.

Das Knicken

Bei Naturbadmintonbällen lassen sich die Flugeigenschaften nachbessern. Dabei knickt man die Federspitzen (kaum mehr als 2-3mm) leicht nach innen oder nach außen. Knickt man die Spitzen nach innen wird der Ball schneller. Knickt man sie nach außen erhöht man den Luftwiderstand des Balles und er fliegt langsamer.

Der Preis

Wir haben bereits einige Unterschiede erwähnt und erwähnt für wen Kunststoff- bzw. Naturbälle besser geeignet sind. Dabei muss man ergänzen, dass Kunststoffbälle deutlich günstiger sind sowohl in der Anschaffung als auch von der Haltbarkeit her. Ein guter Naturfederball kostet ungefähr einen Euro. Jedoch ist der Verschleiß viel höher und kaum ein Badmintonspiel wird mit nur einem Ball zu Ende gespielt.
Kunststoffbadmintonbälle gibt es schon für wenige Cents. Gute Kunststoffbälle hingegen kosten auch in etwa einen Euro, sind aber viel robuster und können vielen Stunden halten.