Viel Luft in den Preisen von Medikamemten

ratgeber-preise-medikamenteViagra wurde bereits 1998 auf den Markt gebracht und brachte dem Hersteller im Jahr 2012 zwei Milliarden Dollar Einnahmen. Allerdings ist der Patentschutz für das Produkt in Deutschland und anderen europäischen Ländern abgelaufen. In den USA läuft der Schutz noch bis zum Jahr 2020. Doch das hindert andere Firmen nicht daran, sich etwas von dem Gewinn abzuholen.

Generika bestimmen bald den Markt

Immer mehr Pharmazieunternehmen erforschen das Mittel gegen Erektionsstörungen, um selbst ein Produkt zu entwickeln. Das Problem an der Sache ist, dass diese nachgeahmten Produkte die gleichen Inhaltsstoffe haben, wie das originale Viagra. Ein Unterschied besteht nur in den weiteren Inhaltsstoffen, wie Hilfs- und Trägersubstanzen. Aber die Unternehmen verkaufen ihre Produkte weitaus billiger, was für den Konsumenten attraktiver ist. Die Unternehmen können das Produkt nur deshalb so günstig verkaufen, da sie selbst keine Kosten für Forschungen haben. Die Generika werden kostengünstig produziert und wirken genauso, wie das Originalprodukt. Es gibt nur eine Abweichungsquote von 5 Prozent im Vergleich zum Originalprodukt. Diese Differenz ist aber unbedeutend und hat keinen weiteren Einfluss auf die Wirkung. Bisher ist ihre Herstellung aber noch streng geheim. Pfizer, der Hersteller des originalen Produkts, hat bereits auf diese Entwicklung reagiert. Er brachte selbst ein Generikum von seinem Produkt heraus, welches preisgünstiger als das Original ist.

Der Preisvergleich

Die Kosten für eine Pille Viagra waren bisher extrem hoch. Sie lagen bei einem Preis von 3 Euro.

Die Generika sollen bei einem Stückpreis von nur 2,50 Euro liegen. Bei Krankenkassen galt das Produkt bisher nicht als gesundheitsförderndes Medikament, sondern als Lifestyle-Pille. Daher gab es in der vergangenen Zeit keine Unterstützung von den gesetzlichen Kassen. Dennoch ist das Produkt verschreibungspflichtig. Männer haben keine Möglichkeit, ohne einen Arztbesuch an das Originalprodukt heranzukommen. Das gilt auch für den Erwerb von Viagra und Generika über das Internet. Die Apotheken sind dazu verpflichtet, das Produkt gegen Vorlage eines Rezeptes zu verkaufen. Wie im Zeitungsartikel der BLICK beschrieben ist, hat das Bundesinstitut für Medizinprodukte und Arzneimittel bisher 28 Zulassungen für Generika erteilt. Werbung für die Produkte darf aber dennoch nicht gemacht werden. Welches Generikum das Beste und Günstigste ist, wird die Zukunft verraten.

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