Hilfe bei Erektionsstörungen

Potenzprobleme stellen eine große Belastung für jeden Betroffenen da. Wenn es im Bett nicht mehr klappt, ist das gesamte Leben beeinträchtigt. Die Partnerschaft leidet darunter, besonders wenn der Mann sein Problem verheimlichen will und vorgibt, einfach keine Lust zu haben. Gerade in langjährigen Beziehungen sollte eine offene Gesprächsbasis herrschen.

Kein Mann sollte davor zurückscheuen, über Potenzprobleme mit dem Partner zu sprechen. Immerhin macht sich der Partner ebenfalls Gedanken darüber, warum das Liebesleben unbefriedigt geworden ist. Vor allem Frauen fühlen sich nicht mehr attraktiv und suchen die Schuld bei sich selbst, wenn es beim Mann zu keiner Erektion mehr kommt. Je früher man Hilfe in Anspruch nimmt, umso eher ist das Problem wieder in den Griff zu bekommen.

Als ersten Schritt sollte man den Arzt seines Vertrauens über die Potenzprobleme informieren. Der Gang zum Urologen wird keinem Betroffenen erspart bleiben. Beim Facharzt wird abgeklärt, ob körperliche Ursachen zugrunde liegen oder ob es sich um ein psychisches Problem handelt. Vor allem Männer, die viel Stress in Beruf und Privatleben aushalten müssen und damit nicht richtig umgehen können, neigen zu Erektionsstörungen. Burn Out Patienten berichten oft von Schwierigkeiten beim Liebesleben. Kann der Urologe keine körperliche Ursache finden, finden Betroffene bei einem Lebens- und Sozialberater oder in der Psychotherapie ein offenes Ohr. Kann man einmal all das aussprechen, was so belastend wirkt, klappt es auch im Bett wieder.

Therapie mit Medikamenten

Rasche Abhilfe versprechen Pillen, die zur Potenzsteigerung eingesetzt werden. Viele Medikamente kann man bereits online bestellen. Auch wenn zahlreiche Shops im Internet die Lösung für Erektionsstörungen versprechen, sollte man Potenzmittel nur nach Absprache mit dem Arzt bestellen und einnehmen. Jedes Medikament hat nämlich auch Nebenwirkungen. Als Laie kann man nicht beurteilen, welches der Präparate am besten für die persönliche Situation passt und gut vertragen wird. Manche Potenzmittel können zum Beispiel Kreislaufprobleme, Schwierigkeiten mit der Verdauung oder Kopfschmerzen verursachen.

Nimmt man zum Beispiel das Medikament Cialis an, wird die Blutzufuhr im Penis gefördert. Gleichzeitig beinhaltet das Präparat einen Wirkstoff, der die Muskeln entspannt. Manche Männer sind nach der ersten Einnahme von Potenzmitteln enttäuscht, weil sie sich eine andere Wirkung erwartet hätten. Deshalb ist es wichtig, sich unbedingt vor der Einnahme über die Hinweise zur Anwendung zu informieren. Isst man knapp vor der Verabreichung des Medikaments fettreich oder nimmt man eine Speise zu sich, die schwer im Magen liegt, kann es zu einer verzögerten Wirkung des Potenzmittels kommen. Manche Hersteller raten sogar dazu, zwei Stunden vor der Einnahme nichts mehr zu essen.

Große Mengen an Alkohol können ebenfalls dazu führen, dass Potenzmittel versagen. Die volle Wirkung der meisten Potenzmittel setzt nicht sofort, sondern erst nach 30 bis 60 Minuten ein. Natürlich leidet die Spontanität des Liebeslebens unter dieser Verzögerung. Wichtig ist auch zu wissen, dass Viagra und andere Potenzmittel nur voll wirken, wenn man Lust verspürt. Der Partner oder die Partnerin kann also aktiv zur Verbesserung der Wirkungsweise beitragen. Auch hier ist Offenheit gefragt. Jede Art von Stress kann dazu beitragen, dass es selbst mit Potenzmittel nicht so klappt, wie man es sich gewünscht hätte.

Je weniger Druck man sich macht, umso eher wird man wieder ein erfülltes Liebesleben genießen können. Kommt man mit einem bestimmten Präparat nicht zurecht oder bemerkt man unerwünschte Nebenwirkungen die im Zusammenhang mit der Einnahme stehen, sollte man sich nicht scheuen, erneut den Facharzt aufzusuchen. Manchmal ist es nötig, verschiedene Präparate auszuprobieren.