Lean Production im eigenen Unternehmen einführen

ratgber-lean-productionDie Verschwendung von Kapazitäten und Material ist in der heutigen Zeit mehr als nur Geldverschwendung. Auch der Umwelt zuliebe sollte ein Betrieb grundsätzlich so arbeiten, dass Verschwendung jedweder Art vermieden werden sollte. Dafür gibt es heute einen Fachbegriff, und zwar Lean Production.

Diese wichtige Idee zur Reduzierung unnötiger Arbeitsabläufe und Vermeidung unnötiger Kosten sowie Materialien erfordert natürlich eine umfassende und fachkompetente Planung. Um das zu gewährleisten, ist das sogenannte Lean Production Management notwendig. Das bedeutet für die Unternehmensphilosophie eines Betriebes ein Umdenken. Es müssen grundsätzliche alle überflüssigen Arbeitsgänge herausgefunden und abgestellt werden, und zwar sowohl in der Produktion als auch in der Verwaltung eines Betriebes. Besonders in der Verwaltung bedeutet das, dass eine intelligentere Organisation als vorher dringend erforderlich ist.

Inzwischen sind in Bezug darauf, was unter Lean Production zu verstehen ist, einige Grundprinzipien zusammengefasst worden, die auf jeden Fall zu diesem Prinzip dazu gehören. Dazu gehört, dass Kompetenz und Verantwortung zusammengeführt werden müssen, dass angestrebt werden muss, in Netzwerken zu arbeiten, dass Verschwendung und Fehler auf jeden Fall soweit wie möglich vermieden werden müssen, dass alle Abläufe unbedingt synchronisiert werden müssen, dass der Bedarf umstrukturiert werden muss und nicht zuletzt auch, dass sich jeder Mitarbeiter eines Betriebes dennoch kontinuierlich um weitere Verbesserungen bemühen sollte.

Wenn diese Grundprinzipien konsequent angewendet werden, ergeben sich für den Betrieb zwangsläufig Konsequenzen. Bei diesen Konsequenzen handelt es sich darum, dass automatisch flachere Hierarchien entstehen, wesentlich mehr Verantwortung sowie Kompetenzen an der Basis gebündelt werden müssen, dass die Konzentration auf das Wesentliche im Betrieb einen hohen Stellenwert erhält, dass Verschwendung jedweder Art deutlich reduziert wird, dass sowohl unternehmensintern, aber auch mit Kunden und Lieferanten eine deutlich verbesserte Kommunikation stattzufinden hat, dass die Kundenorientierung in diesem Betrieb einen deutlich größeren Raum einnimmt als vorher sowie dass eine intensive Steuerung durch das sogenannte Pull-Prinzip stattfindet.

Seit der Einführung dieser neuen Idee haben sich sieben Elemente heraus kristallisiert, die bei der Durchführung besonders wichtig sind. Dabei handelt es sich unerlässlich um eine angemessene technische Ausstattung, um eine wenig hierarchische Arbeitsorganisation, bei der teilautonome Gruppenarbeit, selbständige Arbeitsgruppen sowie Jobrotation eine wichtige Rolle spielen, wozu ein konsequent durchgeführtes Qualitätsmanagement gehört, wobei ein kontinuierlich stattfindender Verbesserungsprozess unerlässlich ist, wozu eine hohe Motivation, Qualifikation sowie soziale Kompetenz eines jeden Mitarbeiters gehören, wozu die sogenannte Just-in-time-/Just-in-sequence-Produktion zwingend dazu gehört und wobei eine Wertschöpfungs- sowie Prozessorientierung ebenfalls erforderliche Voraussetzungen sind.

Eine zentrale Rolle beim Lean Production Management spielt die Vermeidung jedweder Verschwendung. Es sollte dabei vermieden werden, dass es zu Überproduktion kommt, denn Bestände als Produktionspuffer, die aus Überproduktion stammen, binden Kapital, was vermieden werden kann. Transporte sollten unmittelbar vorgenommen werden, lange Wartezeiten sind zu vermeiden, fehlendes Material sollte nicht vorkommen, aufwendige Prozesse durch ungeeignete Betriebsmittel sind auszumerzen, lange Wege sind auf jeden Fall zu vermeiden, Fehler sollten nach Möglichkeit gar nicht vorkommen und ungenutztes Potential der Mitarbeiter sollte vermieden werden. Mehr Info’s hier.

Bild von ora international via flickr.com