Fliesenterasse in Eigenregie – so geht’s

Das schöne Wetter lockt den Heimwerker aus Ihnen heraus? Sie möchten Ihren Garten verschönern? Und eine Terrasse selber bauen? Diese Anleitung, das richtige Werkzeug und die passende Auswahl der Werkstoffe wird Ihnen das Vorhaben erleichtern.

Bevor es an die Arbeit geht

Anleitung und Ratgeber Terasse selber bauenDie fertige Terrasse muss eben, ohne Hubbel oder Absenkungen sein und darf keine Unregelmäßigkeiten aufweisen. Um Wasserpfützen nach Regenfällen zu vermeiden, benötigt Sie zusätzlich eine leichte Neigung.

Zudem müssen Sie sich entscheiden zwischen dem Terrassenbelag Holz oder dem Terrassenbelag Stein und Fliesen. Nun werden die richtigen Werkzeuge zusammengestellt. Hierzu ist nicht nur ein Fliesenschneider nötig. Auch eine Schaufel, ein Spaten, ein Maßband, ein Gummihammer, ein Winkelschleifer, ein langes Brett, eine Schubkarre, eine Wasserwaage,ein Fliesenhammer und ein Besen werden benötigt.

Die ersten Schritte sind die wichtigsten

Um das Ablaufen des Wassers sicherzustellen benötigen Sie normalerweise eine Neigung von 2 cm pro Meter ist normalerweise ausreichend. Dann kann das Regenwasser in einen Abfluss bzw. in den Garten oder auf die Straße ablaufen. Um die Fläche zu markieren, benötigen Sie kleine Holzpflöcke und eine Schnur.

In einem Abstand von jeweils 1 m werden diese 25 bis 30 cm senkrecht in den Boden geschlagen. Soll sich die Terrasse bis zu einer Außentür erstrecken? Muss der höchste Terrassenabschnitt mindestens 3 cm tiefer liegen als die Schwelle der Tür. Die Neigung der Terrasse müssen Sie zuerst an einem Bezugspunkt festlegen. Dazu werden Wasserwaage und ein gerades Brett benötigt. Der am nächsten zum Haus gelegene Markierungspflock, wird dazu verwendet, um diesen Punkt zu markieren. Die Schnur wird auf dieser Höhe an diesem Flock und an jedem weiteren 2 cm tiefer angebracht. Auf dieser markierten Höhe der Schnur platzieren Sie nun die Umrandungsbretter.

Jetzt geht es richtig an die Arbeit

Das Vorhaben Terasse selber bauen geht in die nächste Phase: Verteilen Sie eine 10 cm tiefe Sandschicht auf der markierten Fläche und ein wenig höher als die Umrandung. Nun wird darauf eine 2 mm dicke Stabilisierungsschicht aus Zementpulver verteilt. Diese Schicht harken Sie flach und stampfen das Sandbett fest. Anschließend glätten Sie mithilfe eines Abziehbrettes die Oberfläche. Ohne die Fliesen zu betreten, werden sie flach in einer geraden Reihe auf das Sandbett gelegt. Das muss sehr genau aneinander geschehen und sie müssen sicher auf dem Untergrund liegen. Da die zweite Reihe gegenüber der ersten um eine halbe Fliese versetzt verlegt werden, kommt nun der Winkelschleifer zum Einsatz. Sind alle Fliesen verlegt, kann der Terrassenrand mit einer Betonrandeinfassung oder mit Randsteinen versehen werden. Der Boden darum kann danach mit Erde aufgefüllt werden. Für den letzten Schliff verteilen Sie Silbersand über der fertig verlegten Terrasse und kehren diesen mithilfe eines Besens fein säuberlich in den Fugen. So bleiben die Fliesen an Ihrem Platz und Unkraut hat keine Chance. Überschüssiger Sand kann weggekehrt werden.

Nun heißt es dekorieren, Terrassenmöbel aufstellen und Freunde einladen, die Sie um Ihr Meisterwerk in Eigenregie beneiden werden.

Bild von DAVINCI Haus via flickr.com